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Hamburger Tierschutzverein in der Kritik

Eingang des Tierheims Süderstraße.

Der Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. ist einmal mehr in die Schlagzeilen geraten. Glücklicherweise geht es nicht um die Veruntreuung von Geldern wie während der Ära Poggendorf. Nicht weniger beunruhigend ist das, was Hamburger Abendblatt, Hamburg Journal oder Zeit online recherchiert haben.

Der Vorstand des Hamburger Tierschutzvereins weist auf seiner Website alle Anschuldigungen zurück, spricht von tendenziöser Berichterstattung, gescheiterten Vorstandsmitgliedern und ehemaligen haupt- und ehrenamtlich Tätigen, deren Erwartungen und Hoffnungen im Hamburger Tierschutzverein nicht erfüllt worden seien. Weiter heißt es, dass diese die Situation ausnutzten, um mit dem HTV abzurechnen und einzig aus persönlichen Gründen eine sehr erfolgreiche Tierschutzarbeit in den Schmutz zu ziehen. Eine lückenlose Aufklärung bleibt der Vorstand aber in weiten Teilen schuldig.

Kommunikation mit Vereinsmitgliedern nicht möglich

Bedauerlicherweise lässt der HTV-Vorstand eine Kommunikation unter den Mitgliedern nicht zu. Es gab ab 2009 viel Austausch in verschiedenen internen Arbeitsgruppen: Betreuung von Katzen („Vorlesen“), Hunden („Gassigehen“) und Kleintieren. Sie waren offen für alle interessierten Mitglieder; aktive Ehrenamtliche sprachen dort auch Probleme des Tierheims und des Vereinslebens an. Das ist vorbei. Ehrenamtlich Aktive werden heute in geschlossenen Gruppen streng kontrolliert. Kritik führt zum Rauswurf. Die Angst, den Kontakt zu den betreuten Tieren zu verlieren, macht sie stumm, aber nicht dumm: Sie beobachten, was abläuft und warten auf bessere Zeiten!

Der HTV-Vorstand will auch auf Mitgliederversammlungen keine kritischen Debatten zulassen, Die Freunde vom Hamburger Tierschutzverein fordern daher eine außerordentliche Mitgliederversammlung und die Aushändigung der Mitgliederlisten. Denn die unmittelbare Kommunikation von Vereinsmitgliedern untereinander ist ein elementarer Bestandteil des Vereinswesens und ein zwingend erforderliches Instrument zur Förderung eines meinungsbildenden Diskurses innerhalb des Vereins.

Da die Freunde vom Hamburger Tierschutzverein nicht aktiv mit anderen Mitgliedern in Kontakt treten können, gibt es diese Website, um so viele Mitglieder wie möglich zu erreichen.