1:0 für Gerechtigkeit und gegen Willkür

…oder wie der HTV Vorstand die Menschenwürde missachtet

Einstweilige Verfügung gegen den HTVWie jeder interessierte Leser bereits verfolgen konnte, hat mich der Vorstand des HTV widerrechtlich aus dem Verein ausgeschlossen. Dagegen ist bereits eine Klage beim Amtsgericht Hamburg-St. Georg rechtsanhängig.

Aber ich möchte mir die Option offenlassen, im kommenden Jahr zur Wahl für den HTV-Vorstand antreten zu können, falls es keine anderen gemäßigten Kandidaten geben sollte. Es darf nicht wie zur Wahl 2016 passieren, dass die HTV-Mitglieder keine Auswahl zwischen verschiedenen Bewerbern haben. So kann Demokratie nicht funktionieren und wir haben gesehen, was sich aus der letzten Wahl entwickelt hat … ein Martyrium für die Beschäftigten und Ehrenamtlichen des Vereins. Leidtragend sind hier immer die uns anvertrauten Tiere als die Schwächsten in der Kette. Das exzessive Ausnutzen von Macht oder das rücksichtlose Durchsetzen radikaler Ansichten an den HTV-Mitgliedern vorbei, hat aus meiner Sicht nichts mit Tierschutz zu tun.

Willst du den Charakter eines Menschen erkennen, so gibt ihm Macht 

Abraham Lincoln

Auch müssen die HTV-Mitglieder zu dieser Wahl dringend die vier (!!!) jetzigen Beisitzer im HTV-Vorstand beurteilen, wovon kein einziger von den HTV-Mitgliedern gewählt wurde. Durch ein freies Ersetzen der teilweise herausgemobbten vorherigen Beisitzer kann man sich auch eine willfährige Mehrheit bei Vorstandsbeschlüssen sichern. Ich nenne sowas Gleichschaltung … und auch diesbezüglich muss dringend eine Satzungsänderung her.

Was kann man gegen willkürliche Ausschlüsse tun?

Wie bereits geschrieben, kann man Klage dagegen erheben. Aber das dauert bis zum Urteil naturgemäß etwas länger. In der Zwischenzeit hängt man sozusagen in der Schwebe und kann z.B. nicht zu einer Vorstandswahl antreten. Aber genau dies scheint die Absicht des HTV-Vorstands zu sein, denn solange das Gericht nicht über meinen Ausschluss entschieden hat, sind auch meine anderen Klagen angehalten. Dies betrifft insbesondere meine Klage zur Herausgabe der Mitgliederdaten… Naheliegend ist, dass so der HTV-Vorstand versucht, sich über die Zeit bis zur Vorstandswahl 2020 zu retten, denn die Pflicht zur Herausgabe der Mitgliederdaten hat bereits der Bundesgerichtshof entsprechend entschieden. Das ist diesem HTV-Vorstand jedoch egal (und das wissentlich und somit vorsätzlich, denn im Vorstand sitzen mit der 1. Vorsitzenden und dem Schatzmeister gleich zwei Volljuristen) und so verschleudert er für diese Klage wieder Vereinsgelder, die eigentlich zum Wohl der Tiere gespendet wurden.

Aber man kann sich auch dagegen zur Wehr setzen, vorläufigen Rechtsschutz beantragen und im Rahmen einer Einstweiligen Verfügung auch durchsetzen. Das habe ich getan und am 1. Oktober 2019 hat das Gericht nach einer mündlichen Verhandlung eine solche Einstweilige Verfügung zu meinen Gunsten erlassen.

Mir wurden vom Gericht alle Mitgliederrechte wieder zugesprochen, so dass ich auch an einer Vorstandswahl und an Mitgliederversammlungen teilnehmen könnte. Das Gericht hat vollumfänglich meinen Anträgen entsprochen.

Sollte der HTV-Vorstand mir weiterhin Steine in den Weg legen und irgendeines meiner Mitgliedsrechte verletzen, so ist dies mit der Einstweiligen Verfügung mit einem Ordnungsgeld bis zu 250.000 Euro bedroht. Sollte der HTV aufgrund von Handlungen dieses Vorstandes zu einem Ordnungsgeld verurteilt und so geschädigt werden, würde dies aus meiner Sicht unweigerlich den Vorwurf der Untreue inklusive einer persönlichen Haftung von Vorstandsmitgliedern des HTV rechtfertigen.

Drei Klagen parallel

Ich habe notwendigerweise sage und schreibe derzeit drei Klagen parallel und zusätzlich dieses Verfahren zur Einstweiligen Verfügung gegen den HTV laufen und einige vorstandsnahe Mitglieder werden mir vorwerfen, dass dies nicht notwendig sei und man ja alles auch hätte intern klären können.

NEIN!!! Der HTV-Vorstand tut weiterhin alles, um die Kommunikation der Mitglieder untereinander zu unterbinden. Auch nimmt die 1. Vorsitzende es offensichtlich mit der Wahrheit ebenfalls nicht so genau, denn sie behauptet öffentlich, dass sie bereits seit acht Jahren 1. Vorsitzende des HTV (ab 0:50) wäre. Sie ist jedoch erst seit ca. dreieinhalb Jahren in dieser Position.

Leider gibt es aufgrund des Verhaltens des jetzigen HTV-Vorstandes überhaupt keine andere Alternative zu meinem und auch dem vieler engagierter Mitglieder gewählten Vorgehen, an die Öffentlichkeit zu gehen, um andere Mitglieder zu erreichen. Aus diesem Grund hat dieser HTV-Vorstand allein eine weitere Verschlechterung des öffentlichen Ansehens des HTV verschuldet, was gemäß §8 Abs. 1 Pkt. 1 der Vereinssatzung den Ausschluss aus dem Verein rechtfertigen würde.

Wenn Sie aktives Mitglied des HTV sind, dann verweisen Sie mit Ihrer Stimme zur kommenden Vorstandswahl diesen HTV-Vorstand in seine Schranken, zeigen Sie die Rote Karte und tragen Sie dazu bei, dass wieder ALLE Ehrenamtlichen und Beschäftigte gerne in unser Tierheim kommen und so gemeinsam engagiert „Tierwohl“ produzieren.

Treten Sie nicht aus Empörung aus, denn dies unterstützt diesen skandalösen HTV-Vorstand, denn dieser lässt derzeit offensichtlich nur neue Mitglieder zu, dessen „Gesinnung“ sie geprüft haben. Nutzen Sie die Macht Ihrer Stimme!!! Nur dies hilft den uns anvertrauten Tieren.

Und hier ist die Einstweilige Verfügung, damit sich jeder einen Eindruck über die Entscheidungsgründe des Gerichts verschaffen kann:

Foto: Peggy Choucair/Pixabay