Platz schaffen für 12 neue Hunde

8. Juni 2019

Am Pfingstwochenende kommen wieder 12 „bestellte“ Hunde zu uns ins Tierheim. Es wird schön für sie werden, denn dann haben sie endlich genug Essen, Wasser, ein trockenes Lager und die Chance auf ein fürsorgliches neues Zuhause.

Das ist toll! Wirklich! Warum aber läuft die Tierheimleitung nervös suchend übers Gelände? Warum schlagen Tierpfleger Alarm? Es ist eigentlich gar kein Platz mehr da, um diese zwölf Vierbeiner vernünftig unterzubringen! Es muss also Platz geschaffen werden, indem andere Hunde zusammengesetzt werden, obwohl sie sich vielleicht gar nicht verstehen? Das braucht normalerweise Zeit – manchmal nur Tage, manchmal Wochen – bis sich die Hunde unter Aufsicht aneinander gewöhnt haben. Befürchtungen werden laut, ob es auch dieses Mal wieder zu Beißereien mit Verletzten und vielleicht sogar Toten kommen wird? Es wäre nicht das erste Mal. Und wir fragen uns, warum werden die Hunde ausgerechnet jetzt geholt, wo doch die Urlaubszeit vor der Tür steht und wie jedes Jahr wieder unzählige Haustiere im Tierheim landen werden.

Wie soll das gehen? Werden Abgabetiere nicht mehr angenommen, weil einfach kein Platz mehr da ist? Und dann? Was passiert mit ihnen, wenn sie einfach irgendwo ausgesetzt oder angebunden werden? Schließlich besteht zwischen der Stadt und dem HTV ein Vertrag über die Aufnahme von Fundtieren.

Wir werden sehen, steigen die wöchentlichen Tierzahlen weiterhin an, muss die Tierheimleitung die Bevölkerung und die Behörde informieren, dass ein Aufnahmestopp droht. Der gilt dann zuerst für die Abgabetiere, gefolgt von einem Aufnahmestopp für die Hunde aus dem Auslandstierschutz.

Foto: chandacastillo/Pixabay 

One comment

  1. Tanja Witt

    Hallo zusammen, die bekannten beissvorfällen aus der gruppenhaltung sind das eine, schlimm genug. Aber das für uns unsichtbare mobbing das in der hundegruppe stadtfindet und deren folgen auf Grund der schnellen zusammmenführung um Raum zu schaffen ist das andere. Das macht mich sehr traurig… ..

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