Antrag auf Mitgliedschaft

3. Juli 2019

Seit einigen Tagen erhalten Tierfreunde und Tierfreundinnen, die Mitglied im Hamburger Tierschutzverein werden wollen, einen Fragebogen. Darin bedankt sich der Verein für das Interesse am HTV und bittet gleichzeitig um die Beantwortung einiger Fragen. Weiter heißt es: „Nach unserer Satzung hat jedes Mitglied das Recht und die Pflicht, die Aufgaben des Vereins nach besten Kräften zu fördern. Ihre Antworten unterstützen uns bei der Aufnahmeentscheidung und helfen uns, das aktive Vereinsleben zu fördern“.

So weit so gut

Dann folgen Fragen, wie man auf den HTV aufmerksam geworden ist, ob man bereits im Tierschutz aktiv war oder ist, welche Berührungspunkte man zum Tierschutz hat, welche Tiere einen im Leben begleiten und welche Tierschutzthemen einem besonders am Herzen liegen. Weiter wird gefragt, ob man sich aktiv, ehrenamtlich in die Vereinsarbeit einbringen möchte und ob man über besondere Kenntnisse und Fähigkeiten verfügt, die man in die Vereinsarbeit einbringen möchte.  So weit so gut! Aber was haben diese Fragen damit zu tun, ob man Mitglied im Hamburger Tierschutzverein werden kann oder nicht? Wird man abgelehnt, weil man

  • bis jetzt keine Berührungspunkte zum Tierschutz hatte?
  • kein eigenes Tier hat?
  • oder keine Zeit hat, sich ehrenamtlich einzubringen?

Aufschluss über den ganzen Sinn und Unsinn dieses Fragebogens gibt vielleicht die letzte Frage, nach dem Facebook-Profil des Antragstellers! Denn so ein Facebook-Profil – so es denn öffentlich einsehbar ist – ist für den Vorstand, der über die Annahme des Antrags entscheidet, wesentlich aufschlussreicher, als der ganze restliche Fragebogen. Bestenfalls erfährt er dort etwas über die Ernährungsgewohnheiten und die Freunde und Bekannten des Antragstellers und holt sich nicht unbeabsichtigt einen „Fleischesser“ oder Sympathisanten der Freunde vom Hamburger Tierschutzverein in den HTV!

Vor dem Hintergrund, dass der Vorstand in den letzten Jahren ganz gezielt Freunde und Verwandte aus ganz Deutschland in den Verein aufgenommen hat, so dass alteingesessene Mitglieder bei Wortmeldungen bei den Mitgliederversammlungen durch die Vorstands-Claqueure regelmäßig ausgebuht wurden, scheint es, dass die 1. Vorsitzende nun mit diesem Fragebogen einen Weg gefunden hat, um schon im Vorfeld die Spreu vom Weizen zu trennen.

 

2 Comments

  1. S.Brumm

    Unmöglich/Unglaublich was die sich da haben mal wieder einfallen lassen !? Sehr Fragwürdig/Merkwürdig dieser Fragebogen. Und was hat ein Facebook Profil mit einer Tätigkeit im Tierheim Zutun ? Geht’s noch ?

    1. helga milz

      Schrille Kiste:
      Nur Poggendorf überbot das einst. Er lehnte Leute schlichtweg ab, die er nicht persönlich als zuverlässig, treu und ergeben kannte. Andere wurden verdächtigt, ihm=dem Verein Schaden zuzufügen.
      Das spielt sich schon wieder ab? Kritische Mitglieder werden ausgeschlossen, unbekannte Bewerber gründlichst ausgeforscht?
      Wer weiß, was man sich noch einfallen läßt, um Zeit zu schinden. Es geht mE nur darum, die Aufnahmeentscheidung über Monate hinauszögern. Dann ist eine Teilnahme an der Wahl im Febr/März 2020 nicht mehr möglich.
      Warum muss die veraltete Satzung herhalten? Sie sagt gar nichts über die Voraussetzungen für eine Bewerbung. Sie definiert nur Rechte und Pflichten der MITGLIEDER. Wer einen Aufnahmeantrag stellt, ist kein Mitglied.
      Wer denkt sich warum solche Sperenzchen aus? Dafür hat der ehrenamtlich tätige Vorstand Zeit?
      Er sollte sich praktisch und faktisch um die Personalnot im Tierheim und die Unterversorgung der Tiere kümmern. Er sollte selbst mit anpacken, statt sich solche Um- und Auswege auszudenken. Und er sollte die Arbeitszeit von MitarbeiterInnen nicht mit solchem Kram belasten!

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