23. Januar 2020

Absurdes Ablenkungsmanöver

absurdes AblenkungsmanöverNachdem der Hamburger Tierschutzverein heute Mittag verhältnismäßig sachlich, aber in auffälligem „Anwaltssprech“ auf seiner Website auf die Kontrolle des Tierheims durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte eingegangen ist, legt der Vorstand am Nachmittag mit einem absurden Ablenkungsmanöver und vermeintlichen Fakten statt Vorurteilen nach.

Unter dem Titel „Die Rumis sind schuld?“ bringt der Verein die gestrige Razzia in direkten Zusammenhang mit dem Eintreffen von zwölf rumänischen Hunden am vergangenen Sonnabend. Wörtlich heißt es: „Wie aus nicht einmal einem halben Prozent aller Tiere im Jahr eine Überbelegung entstehen soll, erschließt sich uns nicht, die Vorwürfe sind grotesk. Aber wie wir wissen, ist der Auslandstierschutz der Behörde schon lange ein Dorn im Auge“. Weiter schreibt der HTV: „Laut Amtstierärztin Dr. Andrea M. wollte man wegen einer angeblichen Überbelegung unseren genauen Tierbestand ermitteln, obwohl wir die aktuellen Tierbestandszahlen (auch die konkreten Hundezahlen) wöchentlich auf unser Website veröffentlichen. Warum diese dem Bezirksamt nicht reichen, wurde uns nicht erläutert. Wir vermuten, dahinter stecken massive Vorurteile gegenüber den erbarmungswürdigen, schutzlosen Geschöpfen, die zu Tausenden in rumänischen Hundelagern ausharren“.

Nur komisch, dass sich das Amt für die Rumis so überhaupt nicht interessiert hat und die wöchentlich veröffentlichten Zahlen über den Tierbestand auch so gar nichts darüber aussagen, wie viele ausgebildete Pflegekräfte den aktuell 1.279 Tieren gegenüberstehen.

Gegenstand der Ermittlungen sind also nicht die Rumis, sondern der katastrophale Pflegenotstand im Tierheim Süderstraße!

Netter Versuch so frei nach dem Motto „wie fange ich Mitleid und Wählerstimmen für die bevorstehende Vorstandswahl“, aber hält man die Mitglieder wirklich für so dumm, auf dieses absurde Ablenkungsmanöver hereinzufallen?

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