Auslandstierschutz

Auslandstierschutz

Wie die Freunde vom Hamburger Tierschutzverein dazu stehen

Streunerhunde in RumänienBekanntlich ist die Rettung rumänischer Hunde aus dortigen Sheltern ein Herzensprojekt der 1. Vorsitzenden des Hamburger Tierschutzvereins. Rund 600 Hunde wurden in der Vergangenheit nach Hamburg geholt. Des Weiteren engagiert sich der HTV nach eigenen Aussagen auch in der Vor-Ort-Hilfe. Dass den Tieren (nicht nur in Hamburg und Rumänien) geholfen werden muss, ist in der breiten Öffentlichkeit unumstritten. Die Herangehensweise hingegen spaltet Tierschützer in unterschiedliche Lager, was häufig zu heftigen Auseinandersetzungen bis hin zu wechselseitigen Herabsetzungen führt.

Auch die Freunde vom Hamburger Tierschutzverein werden bei diesem Thema immer wieder gerne diffamiert. Es reicht nur die beiläufige Erwähnung „rumänische Hunde“ und sofort konzentrieren sich eilends herbeigerufene Unterstützer des HTV-Vorstands ausschließlich darauf, die Freunde des Hamburger Tierschutzverein als seelen- und empathielose „Rassisten“ und entschiedene Gegner jeglichen Auslandstierschutzes darzustellen. Selbst die 1. Vorsitzende ist sich nicht zu schade, ihre Kritiker zu verleumden. Auf der vereinseigenen Website wird sie im Bericht zu den „geselligen Neujahrsempfängen“, zu denen beileibe nicht alle Ehrenamtlichen eingeladen wurden, wie folgt zitiert:

Wir mussten und wir müssen uns gegen diverse haltlose Vorwürfe zur Wehr setzen. Diese hatten und haben offenbar mehrheitlich das Ziel, unseren Auslandstierschutz und den Vorstand sowie die Tierheimleitung zu diskreditieren.

Richtigstellung

Die Kritik der Freunde vom Hamburger Tierschutzverein richtet sich in der Tat gegen die vom Vorstand eingesetzte Tierheimleitung, zuallererst aber gegen den amtierenden Vorstand, insbesondere die 1. und 2. Vorsitzende. Sie richtet sich aber nicht gegen das Engagement des Vereins in Rumänien. Genauso wenig wie an den Kontrollen durch die Behörde die „Rumis“ Schuld sind, wie es der Vorstand so gerne behauptet. Vielmehr ist es der Führungsstil des Vorstandes, sein Umgang mit anderen Meinungen, seine Personalpolitik insbesondere mit Tierpfleger*innen, seine Klagewut, die Unsummen von Spendengeldern und Erbschaften verschlingt und last but not least sein Umgang mit Ehrenamtlichen.

Wenn also die personellen Kapazitäten gewährleistet sind und das Tierheim nicht bereits durch mehr als 180 Hunde de facto überbelegt ist, wie vor der Ankunft der zwölf Rumänen in diesem Januar, dann sollte und muss der HTV auch ein sicherer Hafen für Hunde aus dem Ausland sein. Diesen Anspruch stellen die Freunde vom Hamburger Tierschutzverein übrigens an jeden Vorstand, unabhängig von seiner personellen Besetzung.

Foto: TheOtherKev/Pixabay 

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