24. Februar 2020

Wahltaktisches Manöver

Zeit erkauftAm 18. Februar 2020 hat das Amtsgericht St. Georg entschieden, dass der Vorstand des Hamburger Tierschutzvereins die Mitgliederlisten an ein Mitglied herausgeben muss, das zuvor auf Herausgabe geklagt hatte. Wie vermutet wurde auch gegen dieses Urteil wieder vom Vorstand Berufung eingelegt. Am 24. Februar 2020 wurden 5.500 Euro bei Gericht hinterlegt, um die reguläre Vollstreckung des Urteils zu stoppen und damit zu verhindern, dass das Mitglied mit anderen Mitgliedern in Kontakt tritt, um über die tatsächlichen Vorgänge im Tierheim Süderstraße zu informieren.

Zeit erkauft

Den Juristen im HTV dürfte sehr wohl bewusst sein, dass diese Maßnahme lediglich eine Verzögerung der Durchsetzung des Urteils bewirkt. Die Chance, dass das Gericht zu einer anderen Entscheidung kommt, ist gleich Null, wie schon diverse Urteile ähnlich gelagerter Prozesse zeigen. Somit trägt der HTV auch in diesem Fall wieder die gesamten Kosten, einschließlich die der Gegenseite. Geld, das damit für die Tiere wieder einmal verloren sein dürfte.

Dieses Vorgehen – unmittelbar vor den Vorstandswahlen – lässt nur einen Schluss zu: Mit der fortgesetzten Verhinderung der Kommunikation unter allen Mitgliedern soll eine Wiederwahl des aktuellen Vorstands unter keinen Umständen gefährdet werden. Anders ausgedrückt handelt es sich um Wahlmanipulation in reinster Form, denn die heile Tierheim-Welt, die über das vorstandsgesteuerte Vereinsmagazin ständig präsentiert wird, ist eine bewusste Täuschung der Mitglieder.

 

Foto: Alexas_Fotos/Pixabay

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