23. März 2020

Auf gute Zusammenarbeit

„In 30 Jahren Tierschutzarbeit habe ich so einiges erlebt“, sagt Janet Bernhardt, Kandidatin für das Amt der 1. Vorsitzenden im nächsten Vorstand des Hamburger Tierschutzvereins. Und dabei habe sie vieles über Vereine gelernt: „Immer wieder gibt es Vorstände, die zwar mit einigen ausgewählten Vereinen zusammenarbeiten, aber sobald kritische Äußerungen erfolgen oder mal eine andere Meinung geäußert wird, wird die ‚Beziehung‘ wieder beendet“. Was unweigerlich zur Folge habe, dass das grundlegende Thema darunter leide.

Wieviel mehr könnte man für die Tiere erreichen, wenn alle an einem Strang ziehen? Gerade unter Vereinen, die sich dem Tierschutz verschrieben haben. Es gibt nicht den einen perfekten Weg, während alle anderen schlecht sind und „ausgeschaltet“ werden müssen. Für die alternativen Kandidat*innen zum amtierenden Vorstand steht die Zusammenarbeit ganz oben auf der Agenda, denn gemeinsam ist man stärker und kann mehr erreichen.

Es gibt so viele Vereine in und um Hamburg, die sich spezialisiert haben, wie etwa das „Mäuseasyl“, die Rattennothilfe, die Hunde-Lobby oder Vereine, die sich für das Wohl der Stadttauben einsetzen. Es gibt Organisationen, die sich um streunende Katzen kümmern, um den Auslandstierschutz oder um die einheimischen Wildtiere. „Mit allen Vereinen und Organisationen lohnt eine Zusammenarbeit“, sagt Janet Bernhardt, die solche Kooperationen in den vergangenen 20 Jahren nicht nur befürwortet, sondern auch gelebt hat. „Und auch wenn man mal anderer Meinung war, konnte man sich immer miteinander verständigen und das Ziel, den Tieren zu helfen, gemeinsam angehen“.

Falsche Behauptungen

Seit die Gegenkandidat*innen des amtierenden Vorstands bekannt sind, wird immer wieder behauptet, sie würden

• bestehende Kooperationen beenden
• das „Spatzencafé“ nicht mehr vegan bewirtschaften
• sich nicht um die Stadttauben kümmern
• den Auslandstierschutz beenden
• nicht für die Rechte der Tiere demonstrieren
• und sie hätten den Hund „Fred“ in den sicheren Tod geschickt, weil ihnen sogenannte Listenhunde egal wären.

Was für ein Quatsch?

Warum sollten Kandidat*innen, die selbst vegan leben, dagegen sein?
Warum sollten Kandidat*innen, die jahrelang Stadt- und Wildtauben gerettet, aufgezogen und aufgepäppelt, Tauben ein Zuhause gegeben oder für sie einen Lebensort geschaffen haben, warum sollten sie es zukünftig nicht mehr tun?
Warum sollten Kandidat*innen, die selbst mit „Listenhunden“ zusammen leben, die diese Rassen lieben, die jahrelang genau solche Hunde resozialisiert haben, die positive Gutachten für die Hunde geschrieben und ihr Leben im Tierheim verbessert haben, die sich in der Öffentlichkeit oder bei den Behörden für diese Hunde eingesetzt haben, warum sollten sie es zukünftig nicht mehr tun?
Warum sollten Kandidat*innen, die selber Hunde aus dem Ausland adoptiert, sich jahrelang um solche Hunde gekümmert, vor Ort geholfen, Spenden gesammelt und/oder selbst gespendet haben, warum sollten sie es zukünftig nicht mehr tun?
Warum sollten Kandidat*innen, die sich in der Öffentlichkeit für die Rechte der Tiere einsetzen und schon seit Jahrzehnten auf Demos gehen, warum sollten sie es zukünftig nicht mehr tun?

Bitte lassen Sie sich von solchen haltlosen Behauptungen nicht täuschen. Mit einem neuen, anderen Vorstand droht ab dem 18. April 2020 nicht der Untergang guter Tierschutzarbeit. Im Gegenteil, die hier vorgestellten Kandidat*innen streben mit allen Vereinen und Organisationen eine gute Zusammenarbeit an, denn gemeinsam und miteinander, kann man füreinander und vor allem für die Tiere so viel mehr erreichen!

Foto: Karsten Paulick/Pixabay

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