31. März 2020

31. März 2020

Für drei weitere Mitarbeiter*innen ist die Reise vorbei

Wie aus gut unterrichteten Kreisen zu erfahren ist, haben weitere drei Mitarbeiter*innen aus der Tierpflege und dem Team der Tierarztpraxis zum 30. April 2020 gekündigt. Damit wird die Versorgungslage der Tiere immer prekärer, insbesondere bei den Hunden, wo immer mehr nicht ausgebildete Helfer*innen zum Einsatz kommen, die sich ohne fachliche Unterstützung auch um als gefährlich eingestufte Hunde kümmern müssen. Insider befürchten, dass es in absehbarer Zeit zu einer Häufung schwerer und schwerster Beißvorfälle kommen wird.

Den Freunden vom Hamburger Tierschutzverein die Verantwortung für die zahlreichen Kündigungen zuzuschieben, ist billig. Niemand kündigt seinen Traumjob, weil kritische Vereinsmitglieder es vorgeben, sondern weil die Arbeitsbedingungen und das Arbeitsklima so sind wie sie sind. Und das führt dann folgerichtig auch dazu, dass es sich Tierärzt*innen, tiermedizinische Fachangestellte und Tierpfleger*innen dreimal überlegen, ob sie sich auf die Stellenausschreibungen des HTV bewerben.

Im übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.

Kurt Tucholsky

4 Comments

  1. S.B

    Was für unfähiges Personal ist dort an der Führungsspitze ? „Vorstand Leitung und deren Anhänger“ und wann hat es endlich ein Ende ? Bei dem ganzen Desaster hätte schon längst einen Riegel vor gehört, zum wohl der Mitarbeiter und der Tiere in der Süderstraße ein absolutes No-Go was dort abgeht.

  2. Renate Stanius

    Mein Mann und ich sind/waren seit 2005 Mitglieder im HTV und haben eine Hundepatenschaft. Im November 2019 bat ich telefonisch, unsere Flocke,die wir auch von dort adoptiert haben, vorübergehend aufzunehmen, da mein Mann einen Hospizplatz bekommen hatte. Dadurch konnte ich Flocke nicht mehr ausreichend gerecht werden. Die Antwort war, das sei nicht möglich, aber man werde sich noch einmal erkundigen und zurückrufen. Mein Mann ist inzwischen verstorben und auf den Anruf warte ich heute noch von dem „Heimathafen für alle Tiere“.

  3. Bianca lipke

    Hallo Menschen
    Ich heiße Lady und bin ein staffi omi die aber auch schon zweimal wegen der Behörde bei euch war , ihr habt euch sehr lieb um mich gekümmert ,was ist bei euch los ich denk ihr liebt euren Beruf?? Scheis doch was die Behörde will , es gib hunde , Katzen, Mäuse, Vögel, Igel, die eure Hilfe brauchen und jetzt Haut ihr ab und lässt diese Tiere alle im Stich??
    Wir Tiere sind echt blöd weil wir immer wieder euch Menschen treu bleiben und euch Vertrauen und was macht ihr ?? Ihr lass uns im Stich .
    Ich erzähle euch mal ne kurz Geschichte von mir und mein Frauchen
    Ich heiße Lady
    Komme aus Polen und bin am 02.06.2008 geboren
    Mein Frauchen bekam mich mit 6 Wochen , dann kam nach 4 Monaten die Behörde und brachte mich zu euch wo ich von 06.10. 08 bis 24.10.08 bei eich war und mein Frauchen hat bekämpft um mich auch nach der Zeit wo ich wieder zu Hause war , und mein Frauchen hat gewonnen weil sie nicht aufgegeben hat und das solltet ihr auch machen kämpft um euer Recht, weil ihr seit die Helden ihr rettet Tiere, ich bin nur ein 12 Jahre älter Hund und leben bei mein Frauchen bis ich einschlafe aber ihr Menschen habt noch so viel vor euch dann mach es auch und lässt euch doch nicht verrückt machen. Ihr seit Helden für die Tiere dann bleibt es doch auch für die Tiere

    1. HTV Freunde

      Hallo Lady,
      Du kannst sicher sein, dass die Tierpfleger*innen im Tierheim Süderstraße ihren Beruf lieben und mit sehr viel Herzblut tagtäglich ihrer Arbeit nachgehen. Es ist aber nicht die Behörde, die ihnen dabei ein Bein stellt, sondern die Leitung des Tierheims und der amtierende Vorstand, die für das unerträgliche Arbeitsklima verantwortlich zeichnen. Wenn z.B. erfahrene Tierpfleger*innen nach Jahren intensiver Arbeit von den Hunden abgezogen werden, um fortan im Vogelhaus oder bei den Kleintieren zu arbeiten, dann ist der Bruch da. Selbst der größte Heldenmut bringt dann nichts mehr für das Wohl von euch Hunden, denn eure vertraute Bezugsperson, die jede eurer Stimmungen auf einen Blick erkennt, darf nichts mehr für euch tun. Da bleibt oft nichts anderes, als die Konsequenzen zu ziehen und seine Fähigkeiten an anderer Stelle – bei einer anderen Organisation – in den Dienst der Tiere zu stellen.

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