11. Oktober 2021

Mitgliederversammlung am 23. Oktober:

Es kommt auf jeden Einzelnen an

Tierheim SüderstraßeNach der Vorstandswahl im vergangenen Jahr und dem coronabedingten Ausfall einer Mitgliederversammlung in 2020, findet am 23. Oktober 2021, 13:00 Uhr, endlich wieder eine Mitgliederversammlung (Bürgerhaus Wilhelmsburg Mengestr. 20, 21107 Hamburg) statt. Dabei werden die Mitglieder über eine Menge wichtiger Dinge abzustimmen haben. Denn in diesem Jahr gilt es, über die Entlastung des im vergangenen Jahr abgewählten Vorstandes für das Geschäftsjahr 2019 und die Entlastung des amtierenden Vorstandes für das Geschäftsjahr 2020 zu beschließen.

Wie wir berichteten, stand der Amtswechsel im vergangenen Jahr unter keinem guten Stern und der neue Vorstand hatte im ersten Jahr einige Rücktritte zu verkraften. Für die ausgeschiedenen Vorstandsmitglieder wurden erfahrene Tierschützer und Tierschützerinnen kooptiert, die sich dem Tierschutz – sei es im HTV oder in anderen Tierschutzorganisationen – schon seit Jahren verpflichtet fühlen. Damit dieser Vorstand seine zukunftsgerichtete Arbeit in den kommenden Jahren fortführen kann, muss diese Selbstergänzung des Vorstandes von der Mitgliederversammlung bestätigt werden. Damit mögliche Anhänger*innen des abgewählten Vorstandes nicht noch einmal die Oberhand gewinnen, zählt jede Stimme und die Freunde des Hamburger Tierschutzvereins appellieren an alle Mitglieder:

Kommen Sie zur Mitgliederversammlung und machen Sie von Ihrem Stimmrecht Gebrauch!

Bitte um Bestätigung

Die Menschen, die sich neben der 1. Vorsitzenden, Janet Bernhardt, und den beiden Beisitzerinnen Ruth Hartwich und Stefanie Bauche, in den letzten Monaten erfolgreich für die Belange des Hamburger Tierschutzverein von 1841 e.V. und des Tierheims in der Süderstraße mit seinen mehr als 1.000 tierischen Bewohnern eingesetzt haben und von der Mitgliederversammlung bestätigt werden müssen, möchten wir Ihnen vorstellen:

Dr. Gabriele Waniorek-Goerke

Dr. Gabriele Waniorek-GoerkeFür viele ältere Mitglieder ist Dr. Gabriele Waniorek-Goerke – als ehemalige 1. Vorsitzende des HTV – eine alte Bekannte. Seit annähernd 30 Jahren ist sie Mitglied des Hamburger Tierschutzvereins und wie sie selbst sagt: „von Kindesbeinen an den Tieren und ihrem Schutz tief verbunden“. Die Vorsitzende Richterin am Verwaltungsgericht in Hamburg a.D. befindet sich mit nunmehr 69 Jahren im (Un-)Ruhestand und lebt mit ihrem Mann, einer Katze und einem Hund aus dem Auslandstierschutz im Nordosten von Hamburg.

Zusammen mit einigen HTV-kritischen Tierschützern und Tierschützerinnen gründete sie 1996 den Tierschutzverein „Tiere in Not-Hamburg e.V.“, der sich vorwiegend mit der Eindämmung des Elends freilebender Katzen beschäftigte, sie tierärztlich versorgen und insbesondere kastrieren ließ und – sofern möglich – verwilderte Katzen resozialisierte. Diesem Verein sitzt sie bis heute vor. Nach dem unrühmlichen Ende der Ära Poggendorf wählten sie die HTV-Mitglieder 2008 zu ihrer 1. Vorsitzenden. „Es waren sehr harte Zeiten“, erinnert sich Gabriele Waniorek-Goerke in der ich&du. „Aber schließlich gelang unter anderem mit Hilfe der Einführung einer strikten Selbstverpflichtung für Vorstandsmitglieder und Mitarbeitende der Neuanfang des seinerzeit am Boden liegenden Vereins. Im Jahre 2014 verließ ich den damaligen Vorstand des HTV, aber nicht den Tierschutz“. Nach dem Rücktritt eines Beisitzers wurde sie im vergangenen Jahr vom amtierenden Vorstand kooptiert und übernahm nach dem Rücktritt des 2. Vorsitzenden im April 2021 dessen Funktion. Ihre Schwerpunkte in der Vorstandsarbeit liegen bei den Rechtsangelegenheiten des Vereins und dem Auslandstierschutz. Ihre persönliche Herzensangelegenheit aber ist, das Tierheim in der Süderstraße grundlegend zu modernisieren und flächenmäßig zu erweitern. „Das Tierheim platzt aus allen Nähten und die Unterbringung der Tiere ist teilweise beschämend“, so Gabriele Waniorek-Goerke. Hier müsse dringend Abhilfe geschaffen werden und genau darum sollte sie von den Mitgliedern im Amt der 2. Vorsitzenden bestätigt werden.

Edgar Kiesel

Neuer Schatzmeister Edgar KieselAuch Edgar Kiesel dürfte vielen Mitgliedern in guter Erinnerung geblieben sein, hatte er doch den Hamburger Tierschutzverein als Schatzmeister in den ersten vier Jahren nach der Ära Poggendorf wieder auf solide finanzielle Füße gestellt. Vor acht Jahren kehrte er dem Verein den Rücken, nicht aber dem Tierschutz. Die Frage, ob er sich vorstellen könnte, das Amt des Schatzmeisters erneut zu übernehmen, hatte ihn zwar überrascht – aber er sagte, nach kurzer Rücksprache mit seiner Frau, sofort zu. Nach mehr als 40 Jahren Tätigkeit als gelernter Bankkaufmann bei einer Großbank, mit Testamentsvollstreckung und Nachlassabwicklung sowie als Finanz- und Anlageberater bringt Edgar Kiesel die allerbesten Voraussetzungen für dieses Amt mit.

Inzwischen ist er wieder im Tierheim, in der Buchhaltung und bei der Nachlassbearbeitung angekommen.  „Es ist schwer und anders als im Jahre 2008“, erklärt er in der ich&du. „Allerdings haben die Zeiten sich auch geändert, nicht nur durch die Corona-Pandemie. Trotzdem und gerade deshalb gibt es vieles, was ich wieder anpacken möchte – vorausgesetzt, ich bekomme Ihre Bestätigung und die Pandemie lässt es zu“. So möchte er wieder den direkten Kontakt zu den Mitgliedern, den Testatoren und Testatorinnen, Spendenden sowie Paten und Patinnen aufnehmen und Veranstaltungen organisieren, die den HTV noch positiver bekannt machen und dabei versuchen, neue Mitglieder, Testatoren und Testatorinnen und auch Spendende zu gewinnen. Das sei möglich – wie er in vier Jahren als Schatzmeister und als Beisitzer des HTV bei zahlreichen Veranstaltungen mit dem Zentralausschuss der Bürgervereine, vielen Bürgervereinen, den Bürgerhäusern und dem Verein der Hamburger bewiesen habe. Bereits damals habe er Senioreneinrichtungen in und um Hamburg besucht – immer begleitet von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des HTV und vielen Schützlingen aus dem Tierheim. Damit es im HTV wieder voran geht, bittet Edgar Kiesel die Mitglieder des HTV um die Bestätigung als Schatzmeister.

Katharina Woytalewicz

Katharina WoytalewiczDas Gesicht von Katharina Woytalewicz dürfte ebenfalls vielen Mitgliedern vertraut sein. Schließlich gehörte sie mehr als 30 Jahre – zunächst als Tierärztin und zuletzt als Tierheimleiterin – der Belegschaft des Tierheims in der Süderstraße an. Als sie 1985 dort als Tierärztin anfing, plante sie eigentlich nur für zwei Jahre zu bleiben und danach die Tierarztpraxis ihres Vaters im Sauerland zu übernehmen. „Ein Jahr folgte dem anderen, es wurden fünf, es wurden zehn – und anstatt niedergelassen in eigener Praxis, arbeitete ich als angestellte Tierärztin im Tierheim Süderstraße für den Tierschutz und das mit Freude“, erinnert sie sich in der ich&du. Nebenbei ist sie seit vielen Jahren ehrenamtlich als Vorstandsmitglied der Tierärztekammer Hamburg tätig. Dass ihre Hunde allesamt aus dem Tierheim stammten – und auch der nächste wieder ein Tierheim-Schützling sein wird, versteht sich für die Tierärztin von selbst. Mit dem Ruhestand war ihre Verbundenheit mit dem HTV natürlich nicht beendet. Nach dem etwas extremen Regime vergangener Jahre sei sie froh, dass -nicht zuletzt durch Mithilfe ehemaliger bewährter Vorstandsmitglieder und Ehrenamtlicher – im Hamburger Tierschutzverein wieder eine Normalität eingetreten sei, die sich primär auf das Wohl der Tiere konzentriert. Als ehemalige Tierheimleitung kann sie ihre langjährige Erfahrung in den Vorstand einbringen. Aktuell steht für Katharina Woytalewicz die Sanierung der Gebäude und eine Verbesserung der Tierunterbringung im Vordergrund. Mit diesem Vorstand sieht sie eine Basis, auf der sich vertrauensvoll und wirksam für den Hamburger Tierschutzverein arbeiten lässt. Deshalb habe sie sich entschlossen, ihren Ruhestand auch dem Tierschutz zu widmen. Das Kooptationsangebot des Vorstandes habe sie mit Freude angenommen und bitte daher die Mitgliederversammlung um Bestätigung als Beisitzerin im Vorstand des Hamburger Tierschutzvereins.

Oliver Schwarz

Oliver SchwarzAufgewachsen mit Katzen im Haushalt und Hunden in der Nachbarschaft war sein Interesse an Tieren früh geweckt. Der gebürtige Hamburger ist gelernter Bankkaufmann und seit 1986 in der Banken-EDV tätig. Der BSE Skandal Ende der 80er Jahre brachte ihn zum Nachdenken über ethisch-moralische Grundfragen unseres Umgangs mit Tieren. Eine erste konkrete Folge war, dass er seit 1991 auf den Fleischkonsum verzichtet.

Oliver Schwarz ist in Tierschutz-Kreisen ebenfalls kein Unbekannter. Als 1. Vorsitzender eines Tierschutzvereins in Schleswig-Holstein war er maßgeblich an dessen Neupositionierung gegenüber den tragenden Gemeinden, den aufreibenden Vertragsverhandlungen und dem Neubau und Umzug des Tierheims im laufenden Betrieb beteiligt. Daher verbrachte sein 2006 geborener Sohn sein erstes Lebensjahr auch mehr zwischen Katzenzwingern als zuhause. Als 2007 seine Schwester die Familie komplettierte, gab er den Tierheimvorsitz ab. Als Kassenprüfer ist er aber bis heute noch in anderen Tierschutzorganisationen tätig. Während seiner aktiven Zeit im Tierheim sind ihm schnell die diskreditierten bullartigen Terrier ans Herz gewachsen. Deshalb belegte er in seiner Freizeit zahlreiche Lehrgänge und Seminare. Die dort erworbenen Fach- und Sachkenntnisse wurden 2014 von der Tierärztekammer Schleswig- Holstein zertifiziert und vom Veterinäramt nach §11 anerkannt.

Warum jetzt als Beisitzer beim HTV? Diese Frage beantwortet Oliver Schwarz in der ich&du wie folgt: „Ich denke, mein in mehr als 20 Jahren gewachsenem Wissen im praktischen regionalen Tierschutz, kann ich gut in den Vorstand einbringen. Tierschutz und Tierheimarbeit in der öffentlichen Wahrnehmung und damit das Gelingen eines ausgewogenen Verhältnisses zu Politik und Verwaltung, auch in kontroversen Gesprächen, sind mir vertraute Themen, in denen ich den HTV-Vorstand in seiner schwierigen und wichtigen Arbeit gern unterstützen möchte“. Und genau deshalb bittet er die HTV-Mitglieder um ihre Bestätigung als Beisitzer.

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