Ich wollte mir selbst ein Bild verschaffen

„Keine Vorgeschichte mit dem HTV“

Emma (r) mit Djambo und Scotty, die von Thorsten Jugert im HTV adoptiert wurden.

Mein Name ist Thorsten Jugert und ich habe mir aufgrund der sehr negativen Berichte in der Presse über den HTV selbst ein Bild verschaffen wollen. Ich muss den Leser vorwarnen, denn es folgt eine genaue Darstellung der von mir gemachten Erfahrungen und Erlebnisse… Leider ausführlich und deshalb länger…

Ich bin selbst noch Mitglied in einigen weiteren Vereinen und mir war deshalb sehr bewusst, dass es in Vereinen öfters Streitigkeiten gibt, weil einige Mitglieder mit dem Kurs des Vorstandes nicht immer einverstanden sind.

Ich habe wie viele Kritiker keine „Vorgeschichte“ mit dem HTV, so dass man mir auch kaum Rachegelüste o.ä. vorwerfen könnte.

Ich habe selbst Personalverantwortung für Mitarbeiter*Innen und mich haben deshalb insbesondere die Berichte über den Umgang mit den Arbeitnehmern des Tierheims alarmiert, denn ohne deren Einsatz für die Tiere wird der Verein keinen effektiven Tierschutz leisten können.

In der Regel mische ich mich nicht in vereinspolitische Belange ein, denn ich persönlich bin der Meinung, dass man von einem gut arbeitenden Vorstand am besten nichts hört, sondern die Erfolge dessen Arbeit lediglich in der positiven Entwicklung des Vereins sieht.

Mir ist aufgefallen, dass die Satzung des Vereins die Mitgliederversammlung (MV) in ihren Rechten sehr beschränkt. Die MV ist das höchste Organ eines Vereins. Ein wesentliches Recht der MV ist, dem Vorstand Leitlinien für die Ausrichtung des Vereins und dessen eigenes Handeln zu geben. Genau dieses Recht wurde durch diese Satzung beseitigt.

Die MV ist also auf Gedeih und Verderb den Entscheidungen des Vorstandes ausgeliefert und kann nur alle vier Jahre durch die Wahl des Vorstandes eingreifen. Kann man machen, wenn sich die Mitglieder nicht an der Willensbildung im Verein beteiligen wollen.

In meinen Gesprächen mit Mitgliedern wurde die erste Vorsitzende des Vereins mit den Worten zitiert „Ich bin auf vier Jahre gewählt und ihr müsst das jetzt aushalten.“. Solche Worte haben mich u.a. veranlasst, meine Passivität in Bezug auf Vereinspolitik aufzugeben und etwas näher hinter den Vorhang zu schauen.

Die MV 2019 stand bevor und mir war es wichtig, dass ebenfalls über die Satzung diskutiert wird. Deshalb habe ich beim Verein die Mitgliederlisten angefordert, da die Satzung vorsieht, dass ich mindestens ein Prozent der Mitglieder des HTVs überzeugen musste, dass dies ein wichtiges Thema sei. Aber bei über 5.000 Mitgliedern sind die meisten untereinander unbekannt und so ist man darauf angewiesen, dass der Verein die Kontaktdaten der Mitglieder zur Verfügung stellt.

Meine Wahrnehmung in der Folge war, dass man versuchte mich hinzuhalten und aus meiner Sicht fadenscheinige Gründe benannte, die Mitgliederdaten nicht bekannt machen zu müssen. Man hat mir Gespräche mit dem Vorstand angeboten, die ich nicht wahrnehmen wollte, weil die Presse sehr negativ berichtete, ich auch unparteiisch bleiben wollte und mich Mitglieder zusätzlich informierten, dass bereits in 2016 Mitglieder ein ähnliches Vorhaben wie ich beabsichtigten, dafür Unterschriften gesammelt und diese an den Vorstand übergeben hatten. In der Folge wurden damals einzelne Mitglieder, die unterschrieben hatten, zu Einzelgesprächen mit dem Vorstand gebeten, worauf diese dann ihre Unterschriften zurückgezogen haben. Durch ein solches Verhalten, welches ich persönlich schon als nicht korrekt erachte, wollte ich mich nicht in meiner Meinungsbildung beeinflussen lassen.

Es ist also ein paar Mal schriftlich zwischen Vorstand bzw. dessen Beauftragten Herrn Olhöft und mir hin und her gegangen und der Schatzmeister Herr Graff hat den Vorschlag gemacht, dass ein Treuhänder eingesetzt werden könnte, über den dann die Kommunikation mit den Mitgliedern stattfinden würde. Ich habe dem zugestimmt und darum gebeten, mir einen Vorstandesbeschluss zukommen zu lassen, aus dem genau diese Entscheidung hervorgeht.

Dann wurde mir mitgeteilt, dass man obwohl Herr Graff selbst diesen Vorschlag gemacht hatte, nun gar keine Veranlassung mehr sah, mir den Zugang zu anderen Mitgliedern auch über einen Treuhänder zu verschaffen.

Die Frist zum Einreichen der Ergänzung der Tagesordnung zur MV um den Punkt „Satzungsänderungen“ war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr zu halten. War das schon der erste Hinweis darauf, dass der Vorstand versucht, Mitglieder daran zu hindern, den Verein zum Besseren zu ändern?

Wer mich kennt, der weiß, dass ich auf solche Hindernisse mit erhöhtem Engagement reagiere und die Meinung vertrete, dass Hindernisse auf dem Weg zum Ziel ausgeräumt werden müssen und so stehe ich heute kurz vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem Verein. Schade um das verschwendete Geld, welches alternativ besser den Tieren zugute hätte kommen können, aber leider in diesem Fall notwendig, um im HTV gemeinsam mit allen Mitgliedern etwas bewirken zu können. Ich werde über diesen Punkt zukünftig weiter berichten…

Für meine Vorbereitung der MV, in der ich auch über den Jahresabschluss beschließen muss, gehört die Einsicht in die Geschäftszahlen.

Gemäß Satzung des HTV sind diese Dokumente kurz vor der MV zur Einsicht der Mitglieder auszulegen. Ich habe mich beim Verein via E-Mail angemeldet, dass ich dieses Angebot wahrnehmen möchte und angekündigt, dass ich diese Dokumente kopieren werde.

Prompt habe ich ein Schreiben von Herrn Olhöft erhalten, dass ein Kopieren nicht erlaubt wäre. Wieso? Hat man etwas zu verbergen?

Dies ist natürlich auch nicht korrekt, aber ich verzeihe einem juristischen Laien gerne diese Einschätzung. Ich habe klargestellt, dass es sich bei diesen Dokumenten um Versammlungsdokumente handelt, weil über deren Inhalt beschlossen werden soll. Das bedeutet, dass diese entweder mit der Einladung den Mitgliedern bekannt gemacht werden müssen oder die Mitglieder die Möglichkeit haben müssen, diese einzusehen und selbst zu kopieren.

Ich bin also mit einem weiteren Mitglied zusammen zum angekündigten Termin ins Tierheim gefahren und wir wollten gemeinsam die ausgelegten Dokumente einsehen. Herr Olhöft hat uns vorne am Desk abgeholt und eröffnete uns, dass der Vorstand wünsche, dass jedes Mitglied nur einzeln die Dokumente einsehen darf. Warum?

Auf meinen Hinweis, dass dies so nicht rechtmäßig wäre, fragte Herr Olhöft direkt bei einem Vorstandsmitglied nach, und verweigerte darauf weiterhin den gemeinsamen Zugang zu den Dokumenten.

Man könnte sich nun fragen, warum ich mir diese dann nicht alleine angesehen habe? Die Antwort liegt eigentlich auf der Hand: ich befinde mich kurz vor einer gerichtlichen Auseinandersetzung mit dem Verein, in dem festgestellt werden wird, dass der Vorstand unrechtmäßig die Mitgliedslisten vorenthält (es gibt hierzu höchstrichterliche Entscheidungen). Weiter wurden bereits in 2016 Mitglieder einzeln „bearbeitet“. Ich wollte mich also weder manipulieren lassen, noch wollte ich mich ohne Zeugen alleine im Verwaltungstrakt des HTV bewegen.

Anderen Mitgliedern wurde übrigens der gemeinsame Zutritt zu den Dokumenten gestattet.

Nebenbei: Jede, der hier gemachten Erfahrungen, kann ich durch entsprechenden Schriftwechsel und andere Dokumente belegen.

Aufgrund meiner oben beschriebenen bisherigen Aktivitäten, hatte ich offensichtlich Aufmerksamkeit erregt, dass sich da wohl irgendjemand aktiv um Missstände im Verein kümmert. Ich erhalte Schreiben von Ehrenamtlichen und auch Arbeitnehmer*innen des Tierheims, dessen Inhalt mich erschrecken lässt und die negative Berichterstattung in der Presse stützt.

Aber ich bleibe weiter unvoreingenommen und nehme Kontakt zu Kritikern des Vereins auf, um diesbezüglich weitere Informationen zu erhalten. Was ich höre ist zwar verheerend, aber ich erkenne, dass einzelne Kritiker eine lange belastete Vergangenheit mit dem HTV haben. Handelt es sich vielleicht nur um die vom HTV-Vorstand viel zitierten Nörgler?

Ich warte einfach auf die MV und schaue was passiert.

Zäsur…

Thorsten Jugert sitzt ganz hinten im Saal.

Heute ist meine erste MV im HTV und ich sitze ganz hinten im Saal. Merkwürdigerweise sind viele Stühle im vorderen Bereich mit „reserviert“ gekennzeichnet. Warum? Presse darf nicht kommen und keine Persönlichkeit aus Politik und Business hat sich angekündigt.

Der Saal füllt sich und viele Mitglieder stehen draußen und finden keinen Platz im viel zu klein bemessenen Saal. Mir ist bekannt, dass in der Regel ein Saal mindestens zehn Prozent der Mitglieder fassen sollte. Die Feuerwehr untersagt, dass dieser Saal genutzt werden darf und nach mehr als einer Stunde Verspätung beginnt die Versammlung, nachdem eine Rasenfläche vor dem Saal bestuhlt wurde. Große Flächen liegen im gleißenden Sonnenlicht; der Vorstand sitzt überdacht im Schatten.

Die Versammlung wird von Frau Gulla als erste Vorsitzende des Vereins eröffnet und sie betont, dass sie die Versammlungsleitung innehat. Alles gut…

Ich schaue mich um und insbesondere ältere Mitglieder sitzen in der Sonne und braten durch. Niemand tut etwas dagegen und die ersten Mitglieder verlassen bereits wieder die Versammlung. Ein Mitglied äußert laut seinen Unmut über diese Situation.

Ich habe sowieso zu Beginn einen Verfahrensantrag zu machen und wende mich an die Versammlungsleiterin. Mir wird das Mikrofon überlassen und die Technik fällt mehrere Male aus, woraufhin mir das Mikrofon wieder entzogen wird. Die Versammlungsleiterin teilt mir mit, dass ich warten solle und sie nun erstmal anfängt.

Während Frau Gulla spricht, versucht Herr Olhöft erfolglos ein kabelgebundenes Mikrofon zu installieren. Frau Gulla ruft den nächsten Gesprächspunkt auf und ich erinnere daran, dass ich noch Verfahrensanträge hätte. Es liegt in meinem Naturell, dass ich solche Sachen zwar mit Nachdruck, aber unaufgeregt und auch nicht laut, vorbringe.

Mir wird das Mikrofon übergeben und der Vorstand stellt gemeinsam mit mir fest, dass ich für eine störungsfreie Nutzung des Funkmikrofons die Bühne betreten muss und mich kaum bewegen darf. Im Übrigen enden diese technischen Störungen, nachdem Herr Olhöft eine wohl notwendige Antenne gefunden und installiert hatte.

Bisher ist der Ablauf der Versammlung aus meiner Sicht noch im Rahmen.

Die Mitglieder sitzen in der prallen Sonne, der Vorstand im Schatten.

Nach meiner Einstellung haben Mitglieder nicht nur eine Fürsorgepflicht für die Mitarbeiter*innen des Vereins, sondern auch für sich selbst. Ich stelle deshalb den Verfahrensantrag, dass die Versammlung abgebrochen und vertragt werden solle, damit auch diejenigen, die nun in der Sonne leiden müssen, ohne Beeinträchtigungen teilnehmen könnten.

Ein ganz normaler Verfahrensantrag, den jedes Mitglied jederzeit stellen kann. Der BGB-Vorstand (das sind die erste und zweite Vorsitzende und der Schatzmeister) berät untereinander, was ich schon als etwas merkwürdig empfinde, denn eigentlich erwarte ich von einer Versammlungsleitung, das solch eindeutige Anträge ad hoc entschieden werden können.

Zu meiner Überraschung wurde der Antrag vom Vorstand abgewiesen, obwohl eigentlich die MV durch Abstimmung über diese Art von Anträgen zu entscheiden hat.

Tatsächlich der erste Verstoß gegen Mitgliederrechte bevor es eigentlich richtig losgeht.

Ich hatte oben geschildert, dass ich keine Möglichkeit hatte, die ausgelegten Bücher einzusehen. Ich stelle aus diesem Grund also den zweiten Verfahrensantrag zur Absetzung des Tagesordnungspunktes, in dem der Geschäftsbericht festgestellt werden soll. Wieder lässt der Vorstand diesen Verfahrensantrag nicht zu.

Die Versammlungsleitung kann so entscheiden, geht aber dabei das Risiko ein, dass Beschlüsse angefochten werden können. Hierzu muss das betroffene Mitglied jedoch dieses Verhalten unmittelbar in der MV rügen. Dies habe ich dann umgehend für diese beiden Verfahrensanträge getan.

Ich entscheide mich, nun direkt einen Platz vor der Bühne einzunehmen, weil ich bereits während meiner Anträge laut ausgebuht wurde. Das Verhalten dieser Mitglieder möchte ich weiter beobachten…

Es fällt auf, dass diese Gruppe auch bei eigentlich belanglosen Details aus der Vorstandsarbeit, die nun berichtet werden, euphorisch und wie auf Befehl klatscht… und als jemand, der aktiver Offizier der Bundeswehr war, kann ich sehr gut einschätzten, welche Aktionen koordiniert sind.

Tatsächlich höre ich Befehle wie „jetzt klatschen“. Nun kann ich mir auch einen Reim drauf machen, warum im Saal so viele Plätze im vorderen Bereich reserviert waren. Diese befehlsempfangenden Mitglieder werden zwischen Vorstand und anderen Mitgliedern platziert, um denen das Folgen der Versammlung zu erschweren, denn die Versammlungsleiterin unterbindet das laute Stören während Beiträgen von Mitgliedern, die in irgendeiner Form Kritik äußern, nicht.

Herr Graff als Schatzmeister stellt die finanzielle Entwicklung des Vereins in 2018 dar und verweist auf einen Rekordüberschuss. Hier jetzt Standing Ovations der besagten Gruppe und der gesamte Vorstand erhebt sich von seinen Sitzen und lässt sich bejubeln. Frau Gulla tut, als verdrücke sie eine Träne und hier erwische ich mich zum ersten Mal, dass ich den Eindruck gewinne, dass jemand, der so agiert, auch durchaus gefährlich sein kann.

Ich lasse mich jedoch nicht hinter das Licht führen und mir ist klar, dass diese finanzielle Entwicklung des Vereins allein auf einen Anstieg an Erbschaften zurückzuführen ist und wer klar denken kann, der erkennt, dass Testamente in der Regel lange vor dem eigenen Tode errichtet werden. Der amtierende Vorstand wird also hieran keinerlei Verdienst gehabt haben, rechnet sich diesen „Erfolg“ aber medienwirksam zu.

Im Rahmen der Aussprache musste ich miterleben, dass Mitglieder massiv in ihrer eigentlich freien Rede gestört wurden und die Versammlungsleiterin auch gegen andere Mitglieder tätlich wird, indem das Mikrofon entrissen oder ein Mitglied sogar grob weggeschoben wird.

Ich melde mich zu Wort und rüge das Nicht-Handeln der Versammlungsleitung bei den massiven Störungen. Offensichtlich bin ich nun unangenehm geworden, denn die Versammlungsleitung unterbricht mich und lässt eine Zwischenfrage von einem Mitglied zu, das mir bisher nur als Stimmzählerin und Teil der Klatsch-Choreografie aufgefallen ist.

Djambo lebt mit Listi Scotty, der Labby-Dame Emma sowie den Listis Tiffy und Baron aus dem HTV, die bei Thorsten Jugert einen Dauerpflegeplatz erhalten haben, zusammen.

Ich wurde gefragt, was ich denn überhaupt für den Tierschutz tun würde. Ich beginne hierüber zu berichten und offensichtlich ist es viel zu viel, was meine Frau und ich tun und ich werde unterbrochen. Später informieren mich Mitglieder, dass die zweite Vorsitzende Frau Krause in meinem Rücken auf Abbruch meines Vortrags gedrängt hatte, weil der Versuch wohl fehlgeschlagen war, mich zu diskeditieren, sondern sich mein Vortrag ganz im Gegenteil verheerend für den Vorstand auswirken könnte, denn hier meldet sich ja jemand, der auch noch Ahnung von der Materie hat.

Es kommt zum Tagesordnungspunkt „Entlastung des Vorstandes“ und ich melde bei der Versammlungsleiterin meinen einzigen Redebeitrag, der kein Verfahrensantrag und keine Rüge der Versammlungsleitung ist, an. Anstatt mir diesen Beitrag zu ermöglichen und mir damit mein Recht auf freie Meinungsäußerung zu verschaffen, wird interessierten Mitgliedern mein Beitrag vorenthalten, der vielleicht wesentlich zur Meinungsbildung beigetragen hätte. Frau Gulla lässt tatsächlich darüber abstimmen, ob ich gehört werden soll. Eine absolut unzulässige Entscheidung.

Ich liste nachfolgend die von mir festgestellten Verstöße auf:

  1. Die Versammlungsleitung verweigert teilweise die Abstimmung zu Verfahrensanträgen.
  2. Die Versammlungsleitung hat die Redezeit auf nur 1 Minute verkürzt. In der Regel ist eine Redezeit von maximal 10 Minuten zuzugestehen.
  3. Die Versammlungsleitung hat bei kritischen Rednern keine freie Rede zugelassen. Mir persönlich wurde einmal das Mikrofon von der Versammlungsleitung aus der Hand gerissen. In der Regel steuert die Versammlungsleitung eine Diskussion durch Ordnungsmaßnahmen und nicht durch tätliche Angriffe.
  4. Die Versammlungsleitung hat zugelassen, dass kritische Redner permanent durch Mitglieder unterbrochen wurden, ohne durch den Einsatz von Ordnungsmitteln eine freie Rede zu ermöglichen.
  5. Die Versammlungsleitung hat obwohl es noch sieben Meldungen für Redebeiträge gab, die Rednerliste eigenwillig geschlossen und nur noch drei Beiträge zugelassen.
  6. Die Versammlungsleitung lässt pro Redner nur eine Frage zu und verletzt somit das Informationsrecht einzelner Mitglieder.
  7. Die Versammlungsleitung lässt drüber abstimmen, ob Mitglieder überhaupt reden dürfen.

Ich muss leider sagen, dass ich nun aufgrund des selbst Erlebten in Zukunft befangen bin.

Meine Mitgliedsrechte wurden in einer für mich nicht hinnehmbaren Weise verletzt. Ich habe eine Mitgliedsversammlung erlebt, die aus meiner Sicht nur den Titel „Theater“ verdient und ich kann verstehen, dass Frau Gulla bei so einem Schauspiel die Presse draußen lassen will. Es könnten noch andere Mitglieder aufwachen…

Liebe Mitglieder, seien Sie kritisch. Hinterfragen und beobachten Sie selbst die Dinge und bilden Sie sich auf dieser Basis – wie ich – eine fundierte Meinung. Ignorieren Sie nicht die derzeitigen Zustände, die letztendlich die uns anvertrauten Tiere treffen werden.

Und obwohl ich jetzt eigentlich viel zu viel geschrieben habe, bin ich noch nicht am Ende.

Derzeit fühle ich mich wie in einem Kriminalroman von Agatha Christie, aber weil ich ein Fan von Geschichten des scharfsinnigen Hercule Poirot und Schwarz-Weiß-Filmen mit der schrulligen Miss Marple bin, werde ich in dieser Manier weiter recherchieren und berichten.

Was dürfen Sie demnächst von mir hier erwarten?

Ich werde aus Briefen von Ehrenamtlichen und Mitarbeitern des Tierheims zitieren, wobei ich kritisch hinterfragen werde, ob es sich tatsächlich hier nur um wenige Unzufriedene handelt und versuchen, dieses anhand von Gesprächsprotokollen zu Personalgesprächen im Tierheim, die mir in Zukunft evtl. zugeleitet werden, zu verifizieren.

Ich werde weiter nachfragen, ob es Muster bzgl. des Umgangs mit Personal gibt, welche sich vielleicht auch an anderer Wirkungsstätte von Vorstandsmitgliedern nachweisen lassen.

Letztendlich werde ich ebenfalls versuchen zu analysieren, ob es Parallelen zu früheren Vorstandsämtern von aktuellen HTV-Vorständen gibt, die ein ähnliches Vorgehen vermuten lassen, weswegen das Bezirksamt Hamburg-Mitte derzeit ermittelt.

Danach werde ich vielleicht noch einen Exkurs zum Thema „§ 24 Beamtenstatusgesetz“ anbieten.

Allen Beschäftigten des HTVs möchte ich den Rat geben, Aktennotizen zu irregulären Vorgängen im Verein anzulegen. Ich kann mir gut vorstellen, dass ein neuer Vorstand hierzu Untersuchungen einleiten wird und Aktennotizen können Sie schützen.