Verleumdung und Lüge

Verleumdung und Lüge

Stopp, es reicht! Foto: Florian Pircher/Pixabay

Das Hamburger Abendblatt hat über ein vom HTV verlorenes Verfahren vor dem Verwaltungsgericht berichtet. Dem Verein wurde bescheinigt, dass die aufsichtführende Behörde korrekt handelt und den Verein nicht schikaniert.

Aber natürlich wird dies wieder vom HTV-Vorstand ignoriert und Rechtsmittel gegen diese Entscheidung eingelegt. Kann man gut oder schlecht finden, ist aber so im Rechtsstaat möglich und juristisch nicht zu beanstanden. Aber ist es auch ethisch nicht zu beanstanden, wenn das Einlegen eines Rechtsmittels offenkundig sinnlos ist und die dafür aufgewendeten Geldmittel am Ende den Tieren fehlen?!?

Nicht zu fassen ist jedoch, dass der HTV-Vorstand nichts Besseres zu tun hat, als diesen Artikel des Hamburger Abendblatts auf seiner Homepage mit dem Titel „Stimmungsmache gegen Tierschutz“ taggleich zu kommentieren. Ich wiederhole „taggleich“… sowas schafft der HTV-Vorstand nur, wenn eine breite Öffentlichkeit von den mutmaßlichen Missständen erfahren hat. Und schauen Sie sich bitte den gewählten Titel an… Damit wird unterstellt, das Urteil des Verwaltungsgerichts würde direkt den Tierschutz angreifen. Ich habe selten so einen Unsinn gelesen… Vielmehr sagt das Verwaltungsgericht sehr deutlich, dass der HTV-Vorstand Dokumente an die Aufsichtsbehörde zu übergeben hat. Stattdessen sollen wohl weiter relevante Vorfälle verschleiert werden oder warum werden diese Dokumente nicht einfach ausgehändigt?!? Also ich empfinde das Verhindern der Aufklärung von eventuellen Missständen durch die Nicht-Übergabe von Dokumenten eher als „gegen Tierschutz“, oder?!? HTV-Vorstand, antworten Sie doch mal taggleich auf diese Fragen!!!

Dagegen verwahre ich mich mit Nachdruck!!!

In ihrer Stellungnahme schrecken die verantwortlichen Teile des Vorstandes aber auch vor Verleumdung meiner Person nicht zurück. Ich habe deshalb Strafantrag wegen Verleumdung respektive übler Nachrede gestellt.

Zuvor hatte ich den HTV via Mail aufgefordert, diesen verleumderischen Beitrag bis zum 17. Dezember 2019, 15:00 Uhr, zu entfernen. Diese Aufforderung ist zudem auch direkt an die 1. Vorsitzende gegangen.

Die Frist ist fruchtlos verstrichen: Der Beitrag wurde nicht gelöscht, lediglich mein Nachname wurde abgekürzt. In einem ergänzenden Kommentar wurde nun behauptet, dass ich derzeit fünf Gerichtsverfahren gegen den HTV führe. Das entspricht ebenfalls nicht der Wahrheit.
Wer diese Verleumdung zu verantworten hat, kann man im Impressum der HTV-Website nachlesen. Und wen es interessiert, was die Geschäftsordnung des HTV-Vorstandes dazu aussagt, wer hier die eigentliche Verantwortung trägt, der liest folgenden Ausschnitt aus dieser:

„1. Vorsitzende: … In ihr Ressort fällt die Öffentlichkeitsarbeit, sie leitet die Redaktion des Vereinsmagazins.“

Nicht ohne Grund habe ich meine Aufforderung zur Löschung direkt an die erste Vorsitzende gesendet. Es ist somit aus meiner Sicht sogar verifiziert, wer hier seine Finger mit im Spiel hat.

Ich kann nicht schließen, ohne Passagen aus dem Artikel des Hamburger Abendblatts der Stellungnahme des HTVs gegenüber zu stellen:

Zitat Hamburger Abendblatt:

Thorsten Jugert, ein Mitglied, das sich als Alternative zum aktuellen Vorstand zur Wahl stellen wollte, wurde vom Verein ausgeschlossen, nachdem er eine dafür nötige Unterstützerliste eingereicht hatte.

Zitate Stellungnahme HTV:

  1. „Eine weitere falsche Behauptung ist, dass Thorsten Jugert, …ausgeschlossen wurde, nachdem er eine dafür nötige Unterstützerliste eingereicht hatte.“
  2.  „Die formal nötige Liste zur Wahl wurde tatsächlich erst während des bereits begonnenen Ausschlussverfahrens von Thorsten Jugert eingereicht.“
  3. Die formal benötigte Liste, um sich für die Vorstandswahl aufzustellen, wird darin jedenfalls nicht aufgeführt und führte nicht zu seinem Ausschluss.

Ja, die Liste wurde nach der Eröffnung des Ausschlussverfahrens eingereicht, aber vor dem eigentlichen Ausschluss. Der Artikel im Hamburger Abendblatt ist an dieser Stelle also vollkommen korrekt. Aber schauen Sie sich das erste Zitat aus der Stellungnahme des HTVs an. Genau… man widerspricht sich selbst. Was soll man dazu also noch weiter sagen außer: 6!!! Setzen!!! Und wenn die vom HTV als falsch proklamierte Behauptung des Hamburger Abendblatts schon wahr ist, dann kann man aufgrund dessen gut darauf schließen, wer hier tatsächlich zu anderen Sachverhalten die Wahrheit sagt und wer nur versucht, zu verschleiern.

Zum letzten Zitat wurde nirgends behauptet, dass diese Liste als Begründung zu meinem Ausschluss angeführt wurde. Es geht einfach nur darum, dass vier meiner Unterstützer für die Vorstandswahl nach Einreichen dieser Liste ausgeschlossen wurden. Zufall???

Und zur ständigen unqualifizierten Schelte auf das Hamburger Abendblatt… erinnern Sie sich noch, wer im Fall „Poggendorf“ federführend war? Ich hoffe sehr, dass sich die Vergangenheit nicht wiederholt oder vielleicht schon wiederholt hat.

Und nebenbei, HTV-Vorstand, Sie machen den Vorschlag, dass ich den Ausschlussbeschluss veröffentlichen solle. Machen wir doch Nägel mit Köpfen: ich veröffentliche SOFORT alles zu dieser Angelegenheit und allen anderen laufenden Verfahren inklusive aller juristischen Schriften. Dann kann sich jeder transparent sein Bild machen, wer in diesem Spiel der „Böse“ ist.

Hierzu bedarf es lediglich zweier Schriftstücke: Eine Genehmigung des BGB-Vorstandes des HTVs, dass ich alle Dokumente veröffentlichen darf und ein Schriftstück des von Ihnen eingesetzten Rechtsanwalts, dass er auf sein Urheberrecht verzichtet. Also HTV-Vorstand… bereit, zum ersten Mal in Ihrer Amtszeit etwas Transparenz zu zeigen??? Also ich wette, es wird wieder nur lauwarme Luft kommen…

… aus Angst, dass alle Mitglieder von Ihren Verfehlungen erfahren und Ihnen in den nächstjährigen Vorstandswahlen die Quittung für Vergangenes erteilen;
… aus Angst, Mitglieder frei auf Mitgliederversammlungen reden zu lassen, weil Sie dann vermutlich nicht entlastet werden;
… aus Angst, weil viele engagierte Mitglieder Ihnen endlich das wohlverdiente Contra geben und es immer mehr werden könnten;
… aus Angst, weil immer mehr Menschen viele Beiträge auf der HTV-Internetseite als das entlarven, was sie sind… Propaganda.

Fazit: Am meisten schmerzt den einst Mächtigen, der seine Machtposition verloren hat, der Verlust des Selbstbildes.

Alle diese Aktionen treffen leider immer den Verein, aber es ist dringend notwendig, dass sämtliche Verstöße publik gemacht werden, denn ein „Weiter so“ kommt nicht in Frage. Den Vorstand direkt können leider nur die Mitglieder selbst zur Rechenschaft ziehen, z.B. in Form einer Abwahl in einer Vorstandswahl. Deshalb ist es auch so wichtig, die Aushändigung der Mitgliederlisten gerichtlich zu erstreiten, damit jedes Mitglied über die Zustände im HTV, die dieser Vorstand mit zu verantworten hat, informiert wird.

Thorsten Jugert