Wie der Datenschutz verbogen wird …

Wie der Datenschutz verbogen wird …

Datenschutz im HTVWie ich bereits berichtete, versucht der HTV-Vorstand mich mit allen Mitteln zu bekämpfen und hat hierzu einen weiteren Versuch gestartet, ein Ausschlussverfahren zu eröffnen.

Dieses neue (widerrechtliche !!!) Ausschlussverfahren wurde u. a. auf ein Dokument gegründet, welches weit vor der letzten Mitgliederversammlung geschrieben wurde (witzigerweise gar nicht von mir). Auch wurde dieses Dokument nicht als Grund in meinem ersten Ausschlussverfahren benannt, obwohl es zu diesem Zeitpunkt bereits existierte.

Ich hatte vom HTV-Vorstand gem. DSGVO Auskunft bezüglich der im Verein über mich gespeicherten Daten verlangt. Das kann jeder machen … Der Verein hat termingerecht reagiert und mir Dokumente zugesandt. Jedoch waren diese zum größten Teil ganzseitig geschwärzt. Sowas kannte ich bisher nur aus dem Fernsehen, wenn Trump Dokumente an den US-Kongress gegeben hat, um die Ermittlungen gegen ihn zu behindern. Der HTV-Vorstand hat die Unkenntlichmachung damit begründet, dass die geschwärzten Teile Daten von anderen Mitgliedern enthalten würden, die den Ausschluss gegen mich beantragt hatten. Aha … dann stand der Name dieser Mitglieder also in Riesenlettern auf der Seite, so dass nichts anderes mehr Platz hatte?!?

Aber ich schweife ab … und komme zu dem oben genannten Dokument zurück.

Es stellt sich mir die Frage, warum dieses nicht im Rahmen des ersten Ausschlussverfahrens verwendet wurde oder warum dieses Dokument nicht Bestandteil der Lieferung zu meiner Anfrage gem. DSGVO war!?! Mir liegt der Verdacht nahe, dass der HTV-Vorstand offensichtlich Akten über mich angelegt und auch meine Auskunftsanfrage gem. DSGVO nicht vollständig beantwortet hat.

Aber auch das Sammeln von Daten aus öffentlichen Quellen wie z. B. Facebook würde einen eklatanten Datenschutzverstoß gem. Art. 14 DSGVO darstellen, der mit einem empfindlichen Bußgeld bedroht ist und sogar für Beschäftigte des HTV persönliche Haftung bedeuten könnte, wären sie an einer solchen Datensammlung beteiligt.

Der HTV-Vorstand hat nun bereits zum zweiten Mal mit der Vereinszeitschrift „ich&du“ eine Postkarte verteilt, mit der Mitglieder einer Weitergabe ihrer Daten widersprechen können. Dabei suggeriert er, dass er nur so den Datenschutz aufrechterhalten kann.

Mir stellt sich die Frage, wenn die Weitergabe von Daten in diesem Fall ein Verstoß gegen den Datenschutz wäre, warum der HTV-Vorstand hierfür eine extra Postkarte von den Mitgliedern benötigt?!?

Dies ist so unausgegoren wie alle Gerichtsprozesse, die dieser Vorstand führt (sei es gegen die eigenen Beschäftigten, sei es gegen die Aufsichtsbehörde oder auch gegen einzelne Mitglieder) und soll aus meiner Sicht nur verhindern, dass alle Mitglieder den gleichen Informationsstand zum Verhalten und der Arbeit dieses Vorstandes erhalten oder dass die Aufsichtsbehörde Missstände aufdeckt.

Und verstehen Sie mich nicht falsch … der HTV ist ein prima Verein und alle Beschäftigten und Ehrenamtlichen machen einen Super-Job. Er wird nur durch einen Vorstand behindert, in dem eine Person „ihren“ Tierschutz durchsetzen will und der Rest offensichtlich willfährig folgt.

Und wie egal dieser Person Menschen sind, zeigt ein Zitat aus einer kürzlich veröffentlichten Rede:

 Jede Katze, jeder Hund, jedes Kaninchen, jedes Schwein, jede Maus ist mir näher als Herr XXX

Auch wenn ich die Taten des Herrn XXX verabscheue und ethisch für nicht vertretbar halte, so ließe sich „Herr XXX“ ebenso gut durch „Tierpflegerin A“, „Fahrer B“ oder auch „Tierärztin C“ ersetzen und diese Aussage würde weiterhin gelten und die allgemeine Einstellung dieser Person zu Menschen widerspiegeln. So eine Person kann aus meiner Sicht sicherlich gut in militanten Tierrechtsorganisationen mitwirken, aber nicht in Vereinen, in denen sich Menschen GEMEINSAM für das Wohl von Tieren einsetzen.

Als Informatiker halte aber auch ich Datenschutz für sehr wichtig … deshalb habe ich heute nach sehr langem und intensivem Nachdenken Beschwerde beim Datenschutzbeauftragten von Hamburg eingereicht, um diesem Treiben ein Ende zu setzen.

Ich bin vielleicht nicht der Einzige, dessen Daten vom HTV-Vorstand gesammelt werden, aber man kann sich wehren …

Thorsten Jugert

Foto:TiBine/Pixabay