Thorsten Jugert

Thorsten Jugert – Ihr Kandidat als Schatzmeister im HTV-Vorstand

Thorsten JugertThorsten Jugert kandidiert als Schatzmeister. Er hat vor annähernd 35 Jahren den Tierschutzverein in Eutin mitgegründet und war dort lange ehrenamtlich in der Tierrettung und -vermittlung tätig.

Ein Universitätsstudium der Informatik mit Nebenfach Betriebswirtschaft und eine Ausbildung zum Bankkaufmann schloss er erfolgreich ab. Als Unternehmensberater beriet er ca.  acht Jahre lang Großbanken, war sechs Jahre als Großprojektmanager einer Großbank unterwegs. Dabei hat er Projektvolumina von einem Mehrfachen des Gesamtjahresbudgets des HTVs verantwortet und immer erfolgreich das jeweilige Projektziel erreicht.

Derzeit arbeitet er als Geschäftsführer eines Softwareherstellers und bekleidet in der Praxis seiner Frau die Position des kaufmännischen Leiters u. a. mit den Zuständigkeitsbereichen Rechnungswesen & Steuern, Personalwesen, IT & Telekommunikation und Recht.

Thorsten Jugert möchte sein Know-how zur Verfügung stellen, um dem HTV wieder das Ansehen in Öffentlichkeit und Politik zu verschaffen, welches er verdient. Ein guter Leumund des Vereins und eine einwandfreie Vereinsführung sind die Voraussetzungen, um andere Tierfreunde zu bewegen, den Verein zu unterstützen. „Mitgliederrechte“ und „Transparenz“ sieht er als wichtige Eckpfeiler im Vereinsleben und wird sich dafür einsetzen, die Satzung so zu überarbeiten, dass die Mitglieder aktiv Einfluss auf die Vorstandsarbeit nehmen können. In seinen Augen sind motivierte Beschäftigte das Kapital eines Unternehmens, die den entsprechenden Stellenwert verdienen.

Interview mit Thorsten Jugert

Was hat Sie dazu bewogen, für ein Vorstandsamt im Hamburger Tierschutzverein zu kandidieren?

Thorsten Jugert: Das hatte eigentlich im letzten Jahr niemand von denen vor, die sich jetzt als alternativer Vorstand zur Wahl stellen. Aber es muss Mitglieder geben, die diesem Spuk ein Ende bereiten, bevor der Verein weiteren Schaden nimmt.

Ich persönlich bin auf die Zustände im HTV erst aufmerksam geworden, als ich im Februar letzten Jahres die Zeitung gelesen habe. Was danach passiert ist, habe ich in zahlreichen Beiträgen auf HTVFreunde.de geschildert.

Ich bin dann auch als jemand wahrgenommen worden, der etwas tut und so haben sich immer öfter Beschäftigte des Tierheims an mich gewandt. Ich erhielt Zugang zu Gesprächsprotokollen und Abmahnungen. Da ich selbst Arbeitgeber bin, hat mich das blanke Grauen ergriffen, denn was müssen die Beschäftigten unter diesem Vorstand leiden.

Dies war neben den Erlebnissen auf der letztjährigen Mitgliederversammlung das ausschlaggebende Momentum, sich zu engagieren, denn ein derartiges Vorgehen eines Vorstandes ist längst nicht mehr zeitgemäß und wer so agiert, demonstriert eindrucksvoll sein Unvermögen, ein Unternehmen wie den HTV auch hinsichtlich Personalführung zu leiten.

Das alles muss sich ändern… Mitgliederrechte müssen wieder respektiert werden, die Beschäftigten müssen wieder mit Freude zur Arbeit kommen, jegliche Willkür u.a. gegen Ehrenamtliche muss ein Ende haben. Als besonders wichtig erachte ich, dass die Mitglieder im Wesentlichen die Zielrichtung des Vereins mitbestimmen. Derzeit sind sie nur Zahlmeister, die einmal im Jahr das Kasperletheater „Mitgliederversammlung“ besuchen und den Vorstand bejubeln dürfen. Kritikpunkte kommen erst gar nicht auf die Tagesordnung, ebenso wie kritische Wortmeldungen durch bestellte Buh-Rufer im Keim erstickt werden.

Warum bewerben Sie sich ausgerechnet als Schatzmeister?

Thorsten Jugert: Ich halte es für wichtig, dass sich jede*r Bewerber*in für den Vorstand auf den Posten bewirbt, wo sein/ihr spezifisches Know-how gefragt ist.

Alle zum jetzigen Vorstand alternativen Kandidat*innen sind aufgrund des gesammelten Wissens oder auch der Ausbildung prädestiniert für den jeweiligen Vorstandsposten, auf den sie sich bewerben. Bei mir ist das nicht anders.

Was halten Sie von Ihrem Gegenkandidaten für das Amt des Schatzmeisters?

Thorsten Jugert: Ich habe an Manfred Graff nichts aussetzen außer, dass er sich zum Erfüllungsgehilfen dieser 1. Vorsitzenden gemacht hat.

Er hat sicherlich viel für den Verein geleistet, aber dies war in seiner Funktion als 1. oder 2. Vorsitzender. Wie man hört, hat er bis vor kurzer Zeit verschiedenen Personen gegenüber eine weitere Kandidatur ausgeschlossen. Schon 2016 wollte er aufgrund gesundheitlicher Probleme nicht mehr antreten. Aber auch damals gab es einen aussichtsreichen Gegenkandidaten, der der amtierenden 1. Vorsitzenden augenscheinlich nicht ins Konzept gepasst hätte.

Das gleiche Spiel erleben wir jetzt. Ich gehe davon aus, dass Manfred Graff im Falle eines Wahlerfolges kurze Zeit später abtreten und Dr. Bettina Brockmüller nachrücken wird. Dann hätten wir eine Zahnärztin ohne spezifisches Know-how als Schatzmeisterin. Das wäre für den Verein fatal, aber Sandra Gulla hätte weiterhin an zentraler Stelle eine willfährige Vertrauensperson sitzen, denn Dr. Bettina Brockmüller ist bereits Schatzmeisterin im Gulla-Privat-Verein „Mit Tieren leben e.V“. Das wäre ein weiterer Schritt, den HTV zu einer Zweigstelle von „Mit Tieren leben“ umzufunktionieren.

Als ziemlich durchsichtig empfinde ich auch die immer wieder gerne präsentierten positiven Jahresabschlüsse der letzten vier Jahre. Bei genauer Betrachtung stellt man jedoch fest: Diese konnten nur erwirtschaftet werden, weil der HTV ausreichend in Testamenten berücksichtigt wurde, die sicher nicht rein zufällig unmittelbar vor dem Ableben erstellt wurden, sondern in den meisten Fällen schon seit Jahren in der Form vorgelegen haben. Dennoch verfällt das Tierheim weiter. Mögliche Zuschüsse der Stadt für dringend notwendige Sanierungsarbeiten werden abgelehnt, weil man im Streit liegt und die Tierpfleger*innen laufen in Scharen weg. In diesem Zusammenhang sind die Videos der 2. Vorsitzenden Katharine Krause vollkommen unangebracht und peinlich, weil sie tatsächlich versucht zu suggerieren, dass man ja nicht jeden „auf diese Reise“ mitnehmen kann. Was soll das für eine Reise sein? Abschaffung des Tierheims und exklusives Marschieren auf Demos?

Aber ich schweife ab… bitte die nächste Frage.

Was halten Sie von den wiederholten öffentlichen Beleidigungen gegen Sie?

Thorsten Jugert: Ich weiß, dass das von Mitgliedern des amtierenden Vorstands persönlich initiiert ist. Eigentlich sollte aber jeder sofort erkennen, dass dies nur infantiles Werfen mit Schmutz ist, denn würde man irgendeinen substantiellen Ansatzpunkt z.B. anhand meiner Bewerbung sehen, dann würde das auch präsentiert werden. In der letzten Woche wurde z.B. mein Xing-Profil vom Freund der 2. Vorsitzenden besucht. Es war wohl die letzte Hoffnung, etwas zu finden, was in meiner Bewerbung zum Vorstand unwahr sein könnte. Übrigens: Inzwischen wurde das Fahrzeug identifiziert, aus dem die Fotos vom Haus von Janet Bernhardt gemacht wurden. Es gehört einem amtierenden Vorstandsmitglied!

So ein Verhalten ist eines Vorstandes unwürdig und lässt tief in den Charakter dieser Personen blicken. Es lässt aber auch darauf schließen, dass ich momentan offensichtlich die größte Gefahr des amtieren Vorstands bin, denn wenn ich gewählt werden sollte, hätte ich Einblick in alle Dokumente des Vereins. Sollte es also Unregelmäßigkeiten geben, so würden diese schnell transparent werden. Davor hat dieser Vorstand am meisten Angst, genauso wie davor, dass ich mich mit Sicherheit nicht aus dem Vorstand mobben ließe, wie es allen 2016 gewählten Beisitzerinnen erging.

Was wünschen Sie sich für die Zukunft des Hamburger Tierschutzvereins?

Thorsten Jugert: Ich wünsche mir, dass jeder gerne in das Tierheim kommt und niemand Angst haben muss, öffentlich bloßgestellt zu werden oder eine Abmahnung zu kassieren. Je mehr Leute kommen, desto mehr helfende Hände gibt es. Davon können die uns anvertrauten Tiere nur profitieren.

Ich wünsche mir ferner, dass niemand unter Personen leiden muss, die den Verein als ihr Eigentum und die Mitglieder als ihre Untergebenen, die zu folgen haben, betrachten.

Und abschließend wünsche ich mir, dass das marode Tierheim saniert wird, um die Tiere endlich wieder angemessen unterbringen zu können. Die erforderlichen Mittel dafür wären vorhanden, wenn nicht ständig aussichtslose kostenträchtige Gerichtsprozesse geführt würden.

Wie viele Tiere leben in Ihrem Haushalt und was bedeuten diese Tiere für Sie?

Thorsten Jugert: Derzeit leben in unserem Haushalt fünf Hunde, darunter unser Labbi-Mädchen Emma von klein an. Da meine Frau sehr engagierte Gassigängerin im Tierheim ist und sich ausschließlich um die Listis kümmert, hat sie in regelmäßigen Abständen die ärmsten Seelen mit nach Hause gebracht und wir haben lange und intensiv geprobt, ob diese Listis mit unserer Emma zurechtkommen werden. So konnten wir zwei Listenhunde aus dem Tierheim übernehmen, die so sensibel waren, dass sie sich dort ständig selbst verletzt hatten. Nun haben sie eine Familie gefunden und leben in ihrem Rudel. Außerdem haben wir zwei alten und kranken Listis aus dem HTV bei uns einen Dauerpflegeplatz gegeben. Sie alle sind vollwertige Familienmitglieder und ich gebe es zu, manchmal dürfen sie auch mit im Bett schlafen. Bei 35 Kilo nicht immer wirklich bequem – aber kuschelig.