Mitarbeiter*innen

Hilferuf aus dem Tierheim

Wegen der stetigen Warnungen, dass Spenden und Erbschaften ausbleiben, wenn’s kracht, haben viele Mitarbeiter*innen lange geschwiegen. Doch man kann auf die Zurschaustellung einer heilen Welt für das Außenfeld irgendwann keine Rücksicht mehr nehmen. Es geht zu viel im Inneren kaputt. Nicht nur seelisch, auch körperlich leiden Beschäftigte: Es gibt täglich Tränen, Wut, Trauer darüber, dass man so ohnmächtig ist und sich ausgeliefert fühlt, so unsicher und ängstlich, eingeschüchtert und mutlos. Viele neu eingestellte Mitarbeiter gehen, bevor sie Fuß gefasst haben.

Kosten durch Arbeitsgerichtsprozesse und Freistellungen, die nicht den Tieren zugute kommen

Von 2016 bis 2018 sind 21 Mitarbeiter*innen - darunter fünf Tierärzt*innen - ausgeschieden:

  • vier Mitarbeiter*innen wurde gekündigt
  • zwei Mitarbeiter*innen wurden bei laufenden Bezügen freigestellt
  • der Rest (15!) ist mehr oder weniger freiwillig selbst gegangen.

Drei Verfahren vor dem Arbeitsgericht sind zugunsten der Mitarbeiter*innen oder durch einen Vergleich beendet worden. Aktuell ist ein Verfahren beim Landesarbeitsgericht Hamburg anhängig.

Von ehemals 55 Vollzeit-Tierpfleger*innen ist das Pflegepersonal auf 44 zurückgegangen. Ein Zustand, der die angemessene Versorgung der über 1.000 Tiere im Tierheim in der Süderstraße gefährdet.

Der Kern der Beschäftigten tröstet sich: Vorstände kommen und gehen! Sie kennen das. Sie kannten, sagen sie, aber nie so ein Ausmaß an Diskreditierung, Demütigung, Denunziation, Anstiftung zum Mobbing und des Missbrauchs jeglichen Vertrauens. Doch wenn Unbehagen und Angst den Arbeitsalltag bestimmen und Stress erzeugen, geht das zu Lasten der Tiere.